Förderprojekte 2026
Projektübersicht
Folgende Projekte werden im diesjährigen Förderaufruf unterstützt:
1. “Das Digitalcafé” - Volkssolidarität LV Sachsen-Anhalt e. V., Naumburg
Der Regionalverband Elster Saale Unstrut der Volkssolidarität Sachsen-Anhalt e.V. plant die Errichtung eines Digitalcafés in seiner Begegnungsstätte Seilergasse in Naumburg. Ziel der Maßnahme ist die Förderung des kompetenten Umgangs mit digitalen Technologien, die Integration und Vernetzung im Sozialraum durch digitale Sprechstunden und interaktive Formate, die Bereitstellung niedrigschwelliger Angebote zur Unterstützung der Zielgruppen sowie die Stärkung nachbarschaftlicher Netzwerke und Selbsthilfestrukturen. Das Digitalcafé soll als Plattform für die Vermittlung, das Kennenlernen und das „Ausprobieren“ digitaler Technologien (bspw. eine digitale Sprechstunde) betrieben werden und fungiert als sozialräumlicher Knotenpunkt, der durch generationsübergreifende und integrative Ansätze die gesellschaftliche Teilhabe und das bürgerschaftliche Engagement fördert. Die Umsetzung erfolgt in enger Kooperation mit lokalen Akteuren wie Schulen, Wohnungsgesellschaften, Vereinen und kommunaler Verwaltung.
2. “Digitale und soziale Begegnungen im Quartier Nachterstedt" - Förderkreis für Jugend-, Frauen- und Seniorenarbeit Nachterstedt e. V., Nachterstedt
Älteren Menschen den Zugang zu digitalen Technologien zu erleichtern und gleichzeitig das soziale Miteinander innerhalb der Nachbarschaft nachhaltig zu fördern ist das Ziel dieses Projektes in Nachterstedt. Über regelmäßige Angebote wie gemeinsames Frühstück, Kaffeerunden am Nachmittag und monatliche Spieleabende wird ein generationenübergreifenden Begegnungsraum geschaffen, der sowohl digitale Kompetenzen stärkt als auch neue soziale Kontakte ermöglicht. Durch die Bereitstellung von moderner technischer Ausstattung, darunter Laptop, Tablets und ein großes Präsentationsgerät, wird die praktische Nutzung digitaler Anwendungen unterstützt und eine Vielzahl an Veranstaltungen ermöglicht.
3. “SPINN-STUBE" - Harzmacher e.V., Benneckenstein
Der Harzmacher e. V. möchte mit diesem Projekt die historische Tradition der Harzer Spinnstuben als Orte des Austauschs und der Gemeinschaft in die Gegenwart übertragen und damit einen nachhaltigen Begegnungs- und Kulturort in Benneckenstein etablieren. Die SPINN–STUBE soll als niedrigschwelliger Treffpunkt dienen, an dem Bürger:innen aller Generationen, Herkunft und Lebensrealitäten zusammenkommen, ihre Geschichten teilen und gemeinsam Kultur gestalten. Sie wird damit ein Gegengewicht zu Vereinsamung, Vereinssterben und dem Erstarken demokratiefeindlicher Kräfte im Oberharz. Ein Modellprojekt, das Vergangenheit bewahrt, Gegenwart gestaltet und Zukunft eröffnet.
4. “Fit(ness) im Bürgerpark” - Hoymat e. V., Seeland OT Hoym
Unser Ziel ist es, für die Bevölkerung eine grüne Oase zum Entspannen, Erholen, Auftanken und zum Bewegen an der frischen Luft zu schaffen. Im oberen Bereich des Gartens sollen kleine Staudenbeete, im unteren Bereich eine Wiese mit regionalen Wildstauden und einem generationsübergreifenden Fitness- und Bewegungsparcours mit altersgerechten Trainingsgeräten entstehen. Die Zielgruppe sind alle Altersgruppen ebenso die Bewohner:innen der Schloss Hoym Stiftung (eine der größten Behinderteneinrichtungen Sachsen-Anhalts) und die Senior:innenen des ortsansässigen Pflegedienstes mit Tagesbetreuung, die Begegnungsstätte der Senior:innenen, der Jugendclub, die Grundschule, der Hoymer Carnevalsclub, der SC Seeland und selbstverständlich auch die Bevölkerung aus den umliegenden Orten. An der frischen Luft gezielt Ausdauer, Koordination, Kraft, Beweglichkeit und Faszienfitness zu trainieren, ist eine Bereicherung für jede Altersgruppe und jedes Fitnesslevel. In Bürgergesprächen und mit der Schloss Hoym Stiftung soll gemeinsam ermittelt werden, welche Geräte aufgestellt werden sollen.
5. "Ruhe und Begegnungsorte im Quartier - Sitzmöglichkeiten für Wallwitz und seine Ortsteile" - Anne Bindig (Privatperson), Petersberg OT Wallwitz
In Wallwitz und seinen Ortsteilen Dachritz, Merkewitz, Westewitz, Sylbitz und Trebitz sollen insgesamt drei rustikale Holzpavillons als neue öffentliche Ruhe- und Begegnungsorte entstehen. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Ort zu verbessern und generations-übergreifende Begegnungen im öffentlichen Raum zu fördern. Die ausgewählten Standorte liegen gut erreichbar in der Nähe von Kirchen, Geh- und Radwegen sowie Treffpunkten im Dorfleben. Die Pavillons bieten wettergeschützte Sitzmöglichkeiten und laden dazu ein, sich zu begegnen auszuruhen oder gemeinsame Zeit zu verbringen. Damit soll insbesondere älteren Menschen, Familien, aber auch Jugendlichen eine niedrigschwellige Möglichkeit zur Teilhabe am sozialen Leben in Wallwitz eröffnet werden. Die robuste, barrierearme Bauweise der Pavillons fügt sich harmonisch in die dörfliche Umgebung ein. Das Projekt stärkt die Identifikation mit dem Wohnumfeld, fördert nachbarschaftliches Miteinander und trägt zu einem lebenswerten, inklusiven Quartier bei. Die Umsetzung erfolgt in enger Abstimmung mit lokalen Akteuren (u.a. Einwohner:innen, Gemeindeverwaltung, Seniorentreff, Jugendverein und Sportverein).
6. "Instandsetzung des Sägewerks der Lucas - Mühle" - Lucas-Mühle e. V., Giersleben
Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Sanierung und Wiederherstellung des denkmalwürdigen Sägewerks der Lucas-Mühle am Rand der Ortschaft Giersleben im ländlich geprägten Salzlandkreis. Das Gebäude befindet sich derzeit in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Durch die Wiederherstellung des Dachs und die bauliche Sanierung soll das ehemalige Sägewerk als wetterunabhängiger Lern– und Begegnungsort neu entstehen. Es soll Raum bieten für: inklusive Bildungsangebote mit landwirtschaftlichem Bezug (z.B. Umweltpädagogik, Bienenhaltung, Gemüseanbau), interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungen im ländlichen Raum, pädagogisch begleitete Mitmachaktionen für Schulklassen, Kitas, Berufs- und Förderschulen, die sachgerechte Lagerung landwirtschaftlicher und kulturell bedeutsamer Geräte (z.B. Oldtimer-Traktor, Gulasch-Kanone.
7. “Mehr Raum für Gemeinschaft und Ehrenamt” - Heimatverein Nauendorf e. V., Wettin-Löbejün OT Priester
Der Heimatverein Nauendorf e. V. plant die Herrichtung eines multifunktionalen Dorf-gemeinschaftsraumes. Ziel ist es, einen barrierearmen, offenen Begegnungsort zu schaffen, der allen Mitmenschen gegen eine geringe Aufwandsentschädigung zur Verfügung steht und das Miteinander im Quartier stärkt. Der Raum soll flexibel nutzbar sein: für kulturelle, soziale, bildungs- und nachbarschaftliche Aktivitäten, Sprechstunden lokaler Akteur:innen sowie für informelle Austauschmöglichkeiten. Zielgruppenorientierte Angebote richten sich an Familien, Senior:innen, Jugendliche, Vereine sowie Bürger:innen, die Interesse an gemeinschaftlichen Aktivitäten haben. Nutzer:innen gestalten den Raum durch Mitbestimmung bei Nutzungsregeln und der Kurs- und Veranstaltungsplanung. Alle Zielgruppen arbeiten zusammen an gemeinsamen Projekten, legen Wert auf altersübergreifende Programme (z. B. Kulturabende, Lernwerkstätten, gemeinsames Lernen von digitalen Kompetenzen) und fördern den Austausch zwischen den Generationen.
8. “Daseinsvorsorge im Quartier Osterburg" - Borghardt Stiftung zu Stendal, Osterburg
Geplant ist ein Quartiersprojekt in der Hansestadt Osterburg (Altmark), bei dem es Begegnungsangebote, insbesondere für die ältere Bevölkerung des Ortsteils geben soll. Darüber hinaus sind niedrigschwellige Angebote der Gesundheitsförderung wie Ernährungs- und Sportprojekte geplant. Aber auch Möglichkeiten zur geistig-kulturellen/musischen Betätigung sind angedacht. Begleitet wird das Repertoire durch Beratungsleistungen zu den Themen Pflege, einschließlich Nachbarschaftshilfe und Informationstechnologie. Das Projekt wird zielgerichtet mit Partnern umgesetzt und weiterentwickelt.
9. “Erweiterung des Altmark Handwerks-Hubs: Generationen Hand in Hand” - The ARCH gUG, Seehausen (Altmark)
Dort wo bereits Kindern durch praktische Workshops traditionelle Fähigkeiten wie Holzarbeiten, Weben und Tonmodellieren beigebracht werden, treffen zukünftig verschiedene Generationen aufeinander. Die Erweiterung des Altmark Handwerks-Hubs zielt darauf ab, ältere Menschen, die oft allein leben, stärker einzubinden und soziale Isolation in der ländlichen Altmark zu bekämpfen. Durch partizipative Aktivitäten entsteht so ein altersgerechtes Quartierszentrum im Rittergut Schönberg. Das Projekt schafft Begegnungsräume durch Handwerk für intergenerationelle Zusammenarbeit, fördert den Austausch zwischen Älteren und Kindern und stärkt die soziale Kohäsion.
10. "Das Dorfleben aktivieren mit Biblio-Haus und Generationen-Anhänger" - Miteinander * Leben * Lernen Sachsen-Anhalt e. V., Muldestausee OT Schwemsal
Dieses Projekt schafft neue Möglichkeiten für Begegnung, Bildung und Kultur für alle Generationen in Schwemsal durch die Errichtung eines Gartenhauses auf dem Spielplatzgelände in der Dorfmitte zur Nutzung als Bibliothek und Begegnungsort (Biblio-Haus). Mit der Anschaffung eines Kofferanhängers zur Nutzung als Generationen-Anhänger wird es möglich, die für Aktionen erforderliche Technik und das benötigte Material aufzubewahren und ohne großen Aufwand zu den jeweiligen Aktionsorten auf öffentlichen Freiflächen zu transportieren. Nach dem Start in Schwemsal sollen mit Hilfe des Generationen-Anhängers auch in den angrenzenden Heidedörfern Aktionen mit Unterstützung von Ehrenamtlichen vor Ort organisiert werden.
11. "AWO Repair Café Gommern" - AWO im Jerichower Land e. V., Gommern
Im Torstübchen in Gommern entsteht nach und nach ein Repair Café. Schon im Jahr 2025 gab es eine Initiative aus dem Seniorenbeirat der Gemeinde Gommern, ein Repair Café zu initiieren. Die Initiative ist auf großes Interesse gestoßen und mit der Trägerschaft durch den AWO e.V. wird eine langfristige und nachhaltige Arbeit der Initiative begründet. Dabei ist das Repair Café ein Serviceformat, bei dem im Rahmen einer Selbsthilfewerkstatt zur Reparatur defekter Alltags- und Gebrauchsgegenstände aufgerufen wird - ein klares Zeichen für den Umweltschutz und gegen die Wegwerfgesellschaft. Das Repair Café ist außerdem ein Ort der Begegnung im Quartier und wird von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern eigenverantwortlich gestaltet, vor– und nachbereitet.
12. "Dazukommen und Mitmachen" - WohnUnion e. V., Halle (Saale)
Einsamkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die Menschen aller Altersgruppen betrifft. Faktoren wie soziale Isolation, Urbanisierung, Migration und die demografische Entwicklung begünstigen Rückzugstendenzen und den Verlust stabiler Alltagskontakte. Mit dem Projekt schafft der WohnUnion e. V. ein niederschwelliges, offenes Begegnungsformat, das Menschen aus unterschiedlichen Lebenslagen zusammenbringt. Teilnehmende kommen in den Kontakt, ins Handeln und Vernetzung wird ermöglicht. Geplant sind 30 „Dazukommen und Mitmach-Formate“, die sonntags von 11:00 bis ca. 15:00 Uhr im Nachbarschaftsraum Vally Guttmann stattfinden. Die Teilnahme ist spontan und ohne Anmeldung möglich.
13. "Unser gemütliches Wohnzimmer im Stadthaus: Ein entspannter Treffpunkt für unsere Senioren" - Orts und Kultur Verein Sandau e. V., Sandau
In Sandau wird mit viel Engagement der Bürger:innen und Vereine ein Dorfgemeinschaftshaus errichtet, das als zentraler Anlaufpunkt für das vielfältige soziale Leben der Gemeinde dienen soll. Das zukünftige “Stadthaus der Vereine” wird ein lebendiger Treffpunkt für alle Altersgruppen und Interessen, strategisch günstig und gut erreichbar mitten im Herzen der beschaulichen Stadt gelegen, um eine bestmögliche Zugänglichkeit zu gewährleisten. In Abstimmung mit Bürgermeister und Seniorenclub finden spezielle Bedürfnisse und Ideen hier ihren Niederschlag. Sei es Kartenspielen, Basteln, Vorträge hören oder einfach nur bei guten Gesprächen die Zeit verbringen - durch all diese gemeinsamen und vielfältigen Aktivitäten wird ein Ort der Geborgenheit und Gemeinschaft entstehen, der sich wie ein zweites Zuhause anfühlt.
14. "Quartier Ernst - Thälmann - Siedlung" - Pegasus Soziale Dienstleistung gGmbH, Lutherstadt Eisleben
Im Rahmen des Förderschwerpunkts Versorgung im Quartier sollen in der Lutherstadt Eisleben in der Ernst-Thälmann-Siedlung ein Quartiersbüro aufgebaut und dauerhaft eine Begegnungsstätte für die Bewohner:innen errichtet werden. Ein Begegnungsort als zentraler Treffpunkt für das Quartier mit Versorgungs- und Bildungsangeboten, die dauerhaft etabliert werden sollen. Die PEGASUS Soziale Dienstleistungen gGmbH setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Institutionen der kommunalen Daseinsvorsorge sowie der sozialen Dienstleistung und Integrationsarbeit. Ziel ist es, das Wohnumfeld zu verbessern, den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und die generationsübergreifende Verständigung zu fördern. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist die Implementierung eines runden Tisches mit allen engagierten und involvierten Kooperationspartner:innen geplant. Als Ergebnis soll unter Einbeziehung der Bürger:innen ein Handlungsplan für den Stadtteil entstehen, orientiert an den spezifischen Bedürfnissen der Bewohner:innen, der den Bedarf fortschreibt.
15. "cursus@home – Pflegeleitfaden für Pflegende Angehörige" - Cursus, Halle (Saale)
Cursus bietet seit 2024 kostenfreie Pflegekurse im Sinne des § 45 SGB XI an. Diese sind auf spezifische Pflegeherausforderungen ausgerichtet. So haben die pflegenden Angehörigen die Möglichkeit, in einem Grundkurs und diversen Intensivkursen (bspw. Demenz, Abschied und Neubeginn, Notfälle bei Erwachsenen, komplementäre Behandlungsformen, Pflegerecht, etc.) Wissen für die häusliche Versorgung von Pflegebedürftigen zu erhalten. Derzeit erhalten die Teilnehmer:innen Handouts, die die Kursinhalte knapp wiedergeben. Vielen sind diese Inhalte jedoch nicht umfassend genug. Um den Kursteilnehmenden vertiefendende Informationen zu den einzelnen Kursinhalten zur Verfügung zu stellen, soll ein kursbegleitender Pflegeleitfaden in Form eines Taschenbuchs erstellt werden.
16. "Begegnungsstätte" - Gemeinde Wust-Fischbeck über Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land, Melkow
In der Nähe der Kirche in Melkow soll auf gemeindeeigenem Grund eine Begegnungsstätte für gemeinschaftliche Veranstaltungen entstehen. Angrenzend an ein kleines Bestandsgebäude wird ein Containerbau Sanitäranlagen, eine kleine Küche, einen Veranstaltungsraum und eine kleine Terrasse beherbergen. Im Innenbereich soll eine Ecke zum Bücher(aus) tausch mit Lese– und Begegnungsmöglichkeiten eingerichtet werden. Ziel ist es, neue Orte der Begegnung des Austauschs und der Bildung für alle Generationen zu schaffen. Dies stärkt Begegnung, Bildung und Teilhabe für alle Altersgruppen im Quartier - besonders für ältere Menschen. Die zukünftigen Nutzer werden in die Maßnahmen mit einbezogen, um einen engen Bezug zur Begegnungsstätte herzustellen. Sie ist ein zentraler Baustein für ein generationenübergreifendes, nachhaltiges und lebendiges Miteinander.
17. "Senior*innen in Bewegung: Inklusiver Zirkus Halle Silberhöhe" - NICA e. V. , Halle (Saale)
Mit diesem Projekt bringt der NICA e. V. die Welt des Zirkus zu älteren Menschen in den Halleschen Süden. Das Projekt ordnet sich dem Schwerpunkt Gesundheit zu, denn die Zirkuskunst wirkt dabei als Schlüssel zur Aktivierung: Sie verbindet Bewegung, Koordination, Kreativität und soziale Begegnung auf spielerische Weise. Inklusive Zirkusangebote eignen sich methodisch besonders für Senior:innen, weil jede Übung an die individuellen Fähigkeiten angepasst werden kann, der spielerische Ansatz Berührungsängste abbaut und die Teilnehmenden lernen, sich Neues zuzutrauen und durch kleine Erfolgserlebnisse von ihren eigenen Fähigkeiten positiv überrascht werden.
18. "Nah und Sicher eine Zukunft für den Ort" - Erster Schortewitzer Förderverein e. V., Zörbig OT Schortewitz
Vor 3 Jahren hat in Schortewitz der letzte Konsum geschlossen. Die Versuche, einen Investor zu bekommen, schlugen mangels zu geringer Umsatzkapazität fehl. Aufzugeben war jedoch keine Option. Mithilfe der Installation eines Verkaufsautomaten für Lebensmittel und Produkte des täglichen Bedarfs wird eine niederschwellige Versorgungsmöglichkeit geschaffen und somit eine wohnortnahe Nahversorgung sichergestellt. Ergänzend dazu werden ein frei zugänglicher Defibrillator sowie ein öffentlicher WLAN-Hotspot bereitgestellt. Dadurch entsteht ein zentraler Ort der Versorgung, Sicherheit und digitalen Teilhabe und stärkt das soziale Miteinander im Quartier.
19. "Von Nachbarschaft bis Pflege: Soziale Begleitung auf dem Land" - Gutshof Tilleda e. V., Kelbra OT Tilleda
Die soziale Begleitung schafft im ländlichen Raum ein sozialraumorientiertes Angebot, das insbesondere ältere Menschen in ihrer Lebenswelt stärkt und ihre Teilhabe vor Ort fördert. Besonders hervorzuheben ist die aktive Projektbeteiligung einer Rentnerin aus Tilleda, die zukünftig durch einen Minijob im Verein angestellt werden soll. Denn durch ihre Erfahrung und ihr Engagement wirkt sie als Bindeglied zwischen den Generationen. Als zentrale Anlaufstelle unterstützt die soziale Begleitung nicht nur bei konkretem Hilfebedarf, sondern aktiviert auch nachbar-schaftliches Engagement und generationsübergreifende Unterstützungsnetzwerke. Ältere Menschen werden aktiv eingeladen, an niedrigschwelligen Angeboten wie Erzählcafés, Seniorennachmittagen, Themenabenden oder begleiteten Seniorenfahrten teilzunehmen, welche Mobilität und Gemeinschaft fördern.
20. “Mobile Fahrradwerkstatt”- Werkstatt-Café Dessau e. V., Dessau-Roßlau
Mit dem Werkstattcafé soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Erfahrungen der älteren Bevölkerung in Verbindung mit dem Thema Fahrrad zur Geltung zu bringen und gleichzeitig Wertschätzung zu vermitteln. Dafür sollen mobile Fahrradreparaturen in sozialen Brennpunkten der Stadt Dessau-Roßlau angeboten werden, durch die ältere Menschen bedürftigen Kindern Wissen, manuelle Fähigkeiten und Wertschätzung für ein eigenes Fahrrad durch aktives Mittun vermitteln, sodass diese sich selbständig bewegen können und so eine attraktive Alternative zu Bildschirmaktivitäten bekommen. Zur Umsetzung sind in Grund- und Sekundarschulen, Jugendclubs, auf Nachbarschaftsfesten und in Heimen für betreutes Wohnen regelmäßige Reparatur-Events geplant. Denkbar sind auch Kooperationsveranstaltungen mit Fahrrad-Fahrschulen und Fahrsicherheitstraining.
21. "KI für den Alltag – Teilhabe, Selbständigkeit und Sicherheit für Ältere im Quartier" - Techniksprechstunde Christiane Scherch, Bad Kösen
Ziel des Projekts von Christiane Scherch ist es, älteren Menschen im Quartier praktische Wege aufzuzeigen, wie Künstliche Intelligenz (KI) ihren Alltag erleichtern, ihre Selbstständigkeit stärken und ihre Lebensqualität fördern kann. Mit leicht verständlichen Informationsveranstaltungen, Mitmach-Workshops und Austausch-formaten werden Ängste abgebaut und praxisnahe Kompetenzen aufgebaut. Die Teilnehmer:innen lernen, wo KI heute schon in Gesundheit, Haushalt, Sicherheit und Kommunikation helfen kann. Das Projekt fördert digitale Teilhabe, stärkt den Austausch im Quartier und legt den Fokus auf Sicherheit und selbstbestimmte Nutzung moderner Technologien im Alter.
22. "ERNAs Backwerkstatt & Dorfcafé" - Förderverein Jahmo e. V., Lutherstadt Wittenberg OT Jahmo
Zur Geschichte des Ortes Jahmo gehört eine Wassermühle mit einer Backstube am Zahnabach. Dieses alte Handwerk im Ort wurde vom Förderverein Jahmo e. V. vor einigen Jahren aufgegriffen und ein Holzbackofen gebaut, in dem nach historischem Vorbild gebacken wird. Bisher wurde eher unregelmäßig gebacken, zu Back-Projekttagen für Kitas und Schulen und zum Backofenfest, denn es fehlte an ausreichend und geeigneten Räumlichkeiten. Da das gemeinsame Backen Menschen auf unkomplizierte Art und Weise zusammenführt und das Miteinander fördert, entsteht nun eine Backwerkstatt mit Dorfcafé. Neben geselligen Gesprächen im Café werden engagierte Senior:innen Kinder und interessierte Erwachsene beim Backen von Brot, Kuchen, Knäckebrot, Stollen und anderen Köstlichkeiten nach alter Tradition anleiten und so einen Ort der sozialen Teilhabe und Integration schaffen.
