HILSA

Hitzekompetenz gefährdeter Gruppen im Land Sachsen-Anhalt

Immer heißere Sommer stellen uns alle vor neue Herausforderungen – besonders ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Hier setzt das Forschungsprojekt HiLSA an. Ziel des Projekts ist es, Menschen in Sachsen-Anhalt besser auf Hitzewellen vorzubereiten und ihre Gesundheit zu schützen.

HiLSA ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Hochschule Magdeburg-Stendal (Koordination) und der Hochschule Harz. Es wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Sachsen-Anhalt gefördert. Das Projekt untersucht, wie sich Hitzewellen und UV-Strahlung auf die Gesundheit auswirken und was in der Versorgung verbessert werden kann. Ziel ist es, Wissen und praktische Fähigkeiten zu fördern, damit Menschen gesund durch extreme Hitzephasen kommen.

Gemeinsam mit Betroffenen, Fachkräften und Kommunen entwickelt HiLSA praxisnahe Empfehlungen und Materialien – zum Beispiel eine „Toolbox“ mit Informationen und Schulungsmaterial für Akteure in der Versorgung.

So trägt HiLSA dazu bei, Sachsen-Anhalt widerstandsfähiger gegen Hitze zu machen – und liefert Ideen, wie wir uns insgesamt besser an den Klimawandel anpassen können.

Am 24. Juni 2026 fand ein Diskussionsformat mit Akteuren im gesundheitlichen Hitzeschutz in Sachsen-Anhalt statt. Ziel war es, zu verstehen, mit welchen Maßnahmen relevante Akteure ihre Zielgruppen erreichen, mit welchen Institutionen sie zusammenarbeiten (möchten), vor welchen Herausforderungen sie bei der Maßnahmenumsetzung stehen und welche Potentiale sie sehen. Außerdem wurde diskutiert, was zur Stärkung der Hitzekompetenz beitragen kann.

 

 

wie geht es weiter?

Die nächsten Schritte

Juni bis August 2026 Bevölkerungsbefragung

Ab Ende Juni 2026 wird gemeinsam mit der AOK Sachsen-Anhalt eine wissenschaftliche Befragung durchgeführt. Ziel ist es, Wissen, Verhalten und Erfahrungen im Umgang mit Hitzebelastungen zu erfassen. Auf dieser Grundlage sollen Förder- und Unterstützungsbedarfe identifiziert sowie praxisnahe Handlungsempfehlungen und Informationsangebote entwickelt werden.

Die Befragung richtet sich an ältere und chronisch kranke Versicherte in fünf Untersuchungsregionen: Dessau-Roßlau, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Landkreis Mansfeld-Südharz, Burgenlandkreis sowie Landkreis Jerichower Land. Die Stichprobe wird durch die AOK Sachsen-Anhalt nach durch die Hochschule Magdeburg-Stendal festgelegten Kriterien gezogen und umfasst pro Region jeweils 1.000 Personen.

Juli bis September 2026 Netzwerkanalyse

Im Rahmen einer Netzwerkanalyse werden die sozialen Unterstützungsstrukturen älterer und chronisch erkrankter Menschen untersucht. Ziel ist es, formelle und informelle Netzwerke sowie deren Bedeutung für den Umgang mit langanhaltender Hitze zu analysieren und mögliche Schutzpotenziale für die Gesundheit zu identifizieren.

Hierfür sind problemzentrierte Interviews in den Städten Magdeburg und Möser, sowie im Landkreis Wittenberg vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen die individuellen sozialen Netzwerke der Befragten sowie die dort erlebten Austausch- und Unterstützungsleistungen im Kontext von Hitzebelastungen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, bestehende Strukturen besser zu verstehen und gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Hitzekompetenz zu entwickeln

Juli bis September 2026 Bevölkerungsbefragung mit dem StadtRaumMonitor

Standardisierte Online-Befragung aller Einwohnerinnen und Einwohner in den Regionen Magdeburg, Halle (Saale), Dessau-Roßlau, Anhalt-Bitterfeld, Mansfeld-Südharz, Burgenlandkreis, Jerichower Land und Wittenberg. Ziel ist die Bewertung des direkten Lebensumfeldes der Teilnehmenden.

Oktober bis Dezember 2026 Fokusgruppeninterviews

Zur weiteren Analyse werden mit einzelnen Akteuren drei bis maximal sechs Fokusgruppeninterviews durchgeführt. Auch sind einzelne Experteninterviews vorgesehen.