Entwicklung der Umsetzungsstrategie
Erstes Vernetzungstreffen am 24.06.2026
Anknüpfend an die Vorstellung der Demenzstrategie Sachsen-Anhalt Ende 2025 startete zu Beginn dieses Jahres die partizipative Umsetzungsphase der Strategie. Akteur:innen aus dem ganzen Land folgten der Einladung des Landeskompetenzzentrums Demenz und kamen in Halle (Saale) am 24.06.2026 zu einem ersten Vernetzungstreffen, um sich zur Konkretisierung der 40 Ziele der Demenzstrategie sowie zur Entwicklung erster Umsetzungsschritte auszutauschen und ein gemeinsames Verständnis der weiteren Zusammenarbeit zu entwickeln.
Entsprechend der 4 Handlungsfelder
- Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz
- Verbesserung der pflegerischen und medizinischen Versorgung von Menschen mit Demenz
- Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen
- Förderung der Forschung zum Thema Demenz
wurden mit Vertreter:innen aus 9 Interessengruppen (Menschen mit Demenz, An- und Zugehörige, Gesundheits- und Sozialwesen, öffentliche Verwaltung, Kostenträger und Politik, Bildung, Ehrenamt und Selbsthilfe, (Demenz-) Forschung und Zivilgesellschaft) 4 interdisziplinäre Arbeitsgruppen gebildet.
Bereits bis Mitte 2027 sind weitere Arbeitstreffen geplant, die der Klärung der Arbeitsstrukturen und Zuständigkeiten für die Umsetzungsphase und der Aktivierung erster regionaler Kooperationen und Netzwerke dienen.
Lokale Demenznetzwerke vernetzen und stärken
Studie zur Ermittlung von Erfolgsfaktoren und Empfehlungen für den Auf- und Ausbau von Unterstützungsnetzwerken für Menschen mit Demenz in Sachsen-Anhalt (DemNet ST)
Das Institut für Gesundheits-, Hebammen- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg führt im Rahmen der Umsetzung der Demenzstrategie Sachsen-Anhalt eine Studie zum Aus- und Aufbau von Demenznetzwerken in Sachsen-Anhalt durch.
Ziel dieser Studie ist es, die Versorgung und die Lebensqualität von Menschen mit Demenz sowie deren Angehörigen zu verbessern. Es soll herausgefunden werden, welche Strukturen und Rahmenbedingungen für den Ausbau eines Netzwerks besonders förderlich sind, um daraus praxisnahe Empfehlungen für Kommunen und Träger abzuleiten. So können erfolgreiche Netzwerkansätze landesweit übertragen werden. Die Landkreise Stendal und der Burgenlandkreis wurden ausgewählt, um Bedarfe, Herausforderungen und förderliche Faktoren in unterschiedlichen Entwicklungsphasen von Demenznetzwerken zu erfassen.
Im Rahmen dieser Studie werden Gruppeninterviews (Dauer ca. 90 Minuten, 6-8 Teilnehmende) durchgeführt. Dabei sollen vertiefende Einblicke in Rollen, Beziehungen und Wahrnehmungen innerhalb der Netzwerke gewonnen werden.
Sind Sie:
- Fachpersonen aus den Bereichen Gesundheit und Soziales
- Menschen mit Demenz
- An- und Zugehörige von Menschen mit Demenz
- Personen, die Kontakt zum Themenfeld Demenz haben:
z. B. kommunale Ansprechpersonen auf Landkreisebene, Rechtsberatungen, Betreuungsvereine?
Dann haben Sie die Möglichkeit, Ihre Sichtweisen und Erfahrungen einzubringen sowie sich mit weiteren relevanten Akteuren auszutauschen. Die Ergebnisse der Studie tragen zum Ausbau eines regionalen Demenznetzwerks bei.
Wenn Sie Interesse haben, am Gruppeninterview teilzunehmen, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung. Für weitere Informationen zur Studie steht Ihnen Frau Annelie Weißel gerne zur Verfügung.
Direktlinks
Landeskompetenzzentrum Demenz Sachsen-Anhalt
Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Institut für Gesundheits-, Hebammen- und Pflegewissenschaft
Magdeburger Str. 8
06112 Halle (Saale)
Ansprechpartnerin zur
Studie DemNet ST: Annelie Weißel
E-Mail: annelie.weissel@uk-halle.de
Tel.: 0345 557 4464