Einerseits gelebte Nachbarschaftshilfe, blühendes Vereinsleben bei der Feuerwehr, dem
Sport und dem Heimatverein sowie zupackende Macher*innen, die voller Engagement ihr
Dorf mit kreativen Begegnungsorten und Kulturangeboten gestalten – andererseits
schließende Dorfkneipen, rechtsextreme Unterwanderung von Vereinen und Jugendliche,
die sich nicht einbringen. Wenn wir an Engagement auf dem Land denken, kommen uns
unterschiedliche Bilder in den Sinn.
Bei einem digitalen Thementag möchten wir unser Bild von bürgerschaftlichem Engagement
auf dem Land schärfen, indem wir auch kontroverse Themen ansprechen:
Ist die zupackende Macherin nicht doch meistens eine Zugezogene aus der Stadt? Ist ohne
einen aufgeschlossenen und weltoffenen Bürgermeister sowieso jegliche Mühe umsonst?
Bringen sich in kreativen Beteiligungsprojekten nicht doch immer nur die Gleichen ein? Und
falls dem so ist: Wie kommen wir aus diesem Dilemma heraus?
Gemeinsam mit Kolleg*innen aus Wissenschaft, organisierter Zivilgesellschaft und Praxis
sprechen wir über gängige Klischees und fragen, wie eine gute Förderpolitik für den
ländlichen Raum aussehen kann und soll. Dafür beleuchten wir in Faktenchecks die Rolle
von zivilgesellschaftlichen Strukturen unter anderen in den Bereichen Kirche, Kultur,
Freiwillige Feuerwehr und Freiwilligenagenturen. Wie steht’s um diese Bereiche auf dem
Land? Welche Forderungen möchten wir in Bezug auf gute Engagementpolitik für ländliche
Räume der neu konstituierten Bundesregierung mitgeben?
Hier finden Sie weitere Informationen.
