Ein zentrales Anliegen der Kulturgeragogik ist es, Angebote zu entwickeln, die speziell Menschen in gesundheitlich vulnerablen Situationen ansprechen – zum Beispiel ein Kunstatelier für Menschen mit Demenz oder ein Tanzangebot für Menschen mit verminderter Beweglichkeit. Dazu ist die Zusammenarbeit mit dem Care-Sektor unabdingbar. Dort sind jedoch bereits seit Jahren Krisen und Versorgungslücken bekannt – was die kulturelle Teilhabe pflegebedürftiger älterer Menschen behindert. Denn: Steht die Pflege derart unter Druck, erscheint die kulturgeragogische Arbeit schnell als überflüssiges Beiwerk. Andere erkennen gerade in dieser Situation, wie die Kulturgeragogik zur Stärkung des Wohlbefindens und Miteinanders von Pflegebedürftigen, Pflegenden und Angehörigen beitragen kann.
Der Fachtag thematisiert Ambivalenzen der Sorge um das Alter(n) aus anthropologischer, sozialpolitischer und künstlerisch-kulturgeragogischer Perspektive. In Workshops werden erfolgreiche Beispiele kulturgeragogischer Praxis vorgestellt, die Mut machen, gemeinsam eine neue Kultur der Sorge und Pflege zu entwickeln.
Anmeldefrist: 17.04.2026
Wann: am Freitag, den 24.04.2026 um 10:30 — 16:00 Uhr
Ort: kubia – Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und inklusive Kultur, Seekabelstraße 4, 50733 Köln
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